Aus dem Off, Neuzugänge

Mein Vorhaben, in diesem Jahr maximal 30 Bücher zu kaufen, schwankt bereits diesen Monat schon beträchtlich. Ich mein, ich könnte es lassen, spontan Buchhandlungen zu betreten, weil mich die Auslagen so magisch anziehen… Aber eigentlich war das etwas, das ich mir nie verbieten wollte. Wäre ja noch schöner: eine Buchhändlerin, die Buchhandlungen wie der Teufel das Weihwasser scheut. 😀
Seht selbst, was sich diesen Monat in meinen Einkaufskorb stibitzt hat:

Die Wolfsgrube von Szilárd Rubin

Schnee, Eis, eine abgelegen Hütte, ein zusammengewürfeltes Ensemble – und ein Tatort ohne Leiche. Perfekt. Sozusagen ein Kammerspiel im Schnee. Ich freu mich schon richtig drauf.

Valhalla von Thomas Thiemeyer

Mein letzter Thiemeyer ist sooo furchtbar lange her, ich glaube, das war… Korona 2012. Puh. Insgesamt gesehen mochte ich seinen Schreibstil, fand die zumeist fantastischen Auflösungen seiner Bücher aber gelegentlich zum Schießen komisch. Mit Valhalla schreibt er wieder in einem Setting, für das ich so ein kleines Faible habe und bei dem ich einfach nicht widerstehen kann. Dass bei all dem Schnee und Eis auch noch Nazis mitmischen, ist zwar nicht unbedingt so meins, hat aber einen netten Indian-Jones-Touch, dass ich es einfach mit der nötigen Trash-Erwartung lese. Bisher sind manche Dialoge und Beschreibung erwartungsgemäß vorhersehbar bzw. fühlen sich vom Timing wohl bekannt (und nach Hollywood) an – da das aber genau das ist, was ich wie gesagt erwarte, ist alles bestens bisher.

Fantastic Beasts The Original Screenplay von J.K. Rowling

Da ich fürchte, den Film nicht mehr im Kino genießen zu können, habe ich mich für die Buchausgabe entschieden. Wie gut, dass sie das Theaterstück als Buch herausgegeben hatten sonst würde es dieses Schätzchen gar nicht geben. Auch hier ist die Umschlaggestaltung besonders toll; vor allem das matte, samtige Papier. Jetzt müsste ich nur noch das Theaterstück vorher lesen.

Fool’s Assassin von Robin Hobb

Es ist zwar ein Paperback und ziemlich dick, aber es ist auch einfach so furchtbar schön gemacht von außen. <3 Zu Hause habe ich dann festgestellt, dass es doch nicht so einfach zu lesen ist, aber egal, dann geht es eben Stück für Stück voran. xD Robin Hobb wurde auch im Zirkel schon einige Male positiv erwähnt, also hoffe ich doch mal, da nicht allzu falsch gekauft zu haben.

Die Expedition. Eine Liebesgeschichte von Bea Uusuma

Gut, zugegeben, das habe ich mir gekauft, weil ich auf Neyashas Blog davon gelesen habe und mich sowohl die Aufmachung als auch das Thema (eben wie bei Valhalla) sehr reizten. Als es bei mir ankam, war ich von der Größe und der Ausgestaltung wirklich sehr positiv überrascht. Bisher liest es sich auch sehr spannend. Also auch von mir bereits eine Empfehlung. 🙂

Le Petit Prince von Antoine de Saint-Euxpéry
Histoires indédites du Petit Nicolas I von Goscinny & Sempé
Les enquêtes du comissaire Sétout von Diversen

Man plant einen Paris-Urlaub. Entsprechend praktisch wäre es ja da, mal das olle Schulfranzösisch aufzupolieren und zu verbessern. Was hilft da besser als auch in der Sprache zu lesen? (Auch wenn Der kleine Prinz im Moment noch weiter über meinen Fähigkeiten liegt. Aber nicht nur die Leber wächst an ihren Aufgaben, nicht wahr.)

Aus dem Off, Lesechallenge

Hatte ich schon gesagt, dass 2016 für’n Poppes war? Nein? Dann eben jetzt: 2016 war für’n Poppes. Punkt.
Nicht nur weltpolitisch oder was Promis betrifft (: Always.), auch meine Jahresziele habe ich im Groben und Ganzen… nicht erreicht. Die Lesechallenge ist dabei eher das kleinere Übel, das hinter dem RL und meinen ambitionierten Schreibversuchen zurückstecken musste. Das Soll auf 40 Bücher abzusenken, war vielleicht gut gemeint, da ich mich aber dem Weihnachtsgeschäft beugen musste, half das letztlich auch nichts. Trotz allem jedoch, und ich versuche das ehrlich positiv zu sehen, habe ich es immerhin auf 31 Bücher geschafft und liege damit immer noch weit über der Grenze zum Vielleser. (Wenn für manche Preise die Juroren allerdings an die 80 Bücher lesen müssen, wird mir völlig anders. Bei aller Liebe, das wäre nix für mich.)

Da das letzte Jahr also wenig erfolgreich war für mich, habe ich mich besonnen und mir für 2017 bedeutend weniger vorgenommen. Genauer gesagt, die Hälfte, nämlich 30 Bücher. Wenn ich darüber komme, ist das super, aber nur Bonus. Wichtig ist mir im Moment, das Lesen neben allen anderen Dingen nicht zu sehr zu vernachlässigen und da ist letztes Jahr doch ein guter Richtwert. (Bisher habe ich auch schon drei Bücher geschafft. Also: yay.)

Aus dem Off, Neuzugänge

Oh Freude, es war Weihnachten!
Nun ja, nicht ganz. Als Händler ist Weihnachten eher Stress pur, weil so ziemlich alle Leute fusselig im Kopf und aufgedreht sind und – idealerweise – alles wegkaufen, was bei drei nicht auf dem Baum ist. Meine (Weihnachts)Stimmung pendelt also seit Jahren bei konstanten, arktischen Temperaturen, um sich in den ersten Wochen des neuen Jahres wieder zu akklimatisieren. Nichtsdestotrotz war das Fest nicht ganz so schlimm verlaufen wie befürchtet, auch wenn natürlich viel Kram liegen geblieben ist. Außerdem gab es auch Bücher, auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob die Anzahl eher gut oder schlecht für mich (und mein Buchregal) ist:

Geschenk: Der große deutsche Märchenschatz von Erich Ackermann (Hrsg.)

Zuerst hielt ich das Buch für ein unglückliches Geschenk, da ich mich doch schon als recht bewandert in deutschen Märchen betrachte – überraschenderweise enthält das Buch aber viele Geschichten, die ich noch nicht kenne, und die von den Standartmärchen der Grimms abweichen (auch wenn grimm’sche Märchen enthalten sind, nur glücklicherweise nicht die großen). Schön ist auch, dass besonders viele Märchen enthalten sind sodass lange Lesefreude garantiert ist.

Geschenk: Skandinavische Weihnachten von Esther Kalb (Hrsg.)

Oh, das ist so ein schönes HC, das ich schon lange im Laden bewundert habe! Und vor allem: Mumins! Etwas blöd, dass Weihnachten nun vorbei ist, andererseits tut so ein bisschen heimelige Stimmung an kalten Januartagen sicher auch gut.

Das Haus an der Düne von Agatha Christie
Jedes Mal, wenn ich in Gera bin, suche ich eine bestimmte Buchhandlung auf, in der Hoffnung, auf eine Bekannte zu treffen, die dort lernte, und jedes Mal sehe ich sie nicht. Gut, kann natürlich sein, dass sie dort nicht mehr ist (wir waren in einer Klasse) und ich weiß nicht, ob sie übernommen wurde oder doch wieder in die Heimat zurück zog. Für die Buchhandlung ist es dennoch gut, weil ich sogleich natürlich auch etwas kaufe. Und warum auch immer, kaufe ich jedes Mal ein Buch von Agatha Christie. Dieses Mal hatten sie leider keine Miss-Marple-Fälle, aber dafür macht Atlantik auch superschöne Cover für die Poirot-Fälle und weil mir das Setting gefällt, durfte das Büchlein dann doch mit.

Die schönste Zeit des Jahres von J. Vellguth

Zugegeben, es war die Neugier, ob sich Jacky im Laufe ihres 12in12 merklich gebessert hat. Außerdem wollte ich etwas weihnachtliches Lesen, in der Hoffnung, doch so ein bisschen in Stimmung zu kommen (und weil ein Dreierband Lord & Ladies doch nicht genug ist …). Leider war ich dann doch zu beschäftigt, um damit noch vor Weihnachten, oder überhaupt im Dezember, anzufangen, aber gut, es läuft ja auch nicht weg und der richtige Winter mit Schnee und Kälte steht ja noch aus.

Aus dem Off, Currently Reading Galore

Es ist die letzten Wochen einiges liegengeblieben, das ich hier als Kurzrezensionen/ Zwischenbericht abarbeiten/ aufgreifen mag, zumal sich auch wieder viele Neuzugänge bei mir stapeln …

Nexus von Ramez Naam

Ulkigerweise war mir, nachdem ich Extraleben beendet hatte, dieses Hörbuch ins Auge gesprungen – es aber in Lichtgeschwindigkeit durchgehört, hat es meine bessere Hälfte. Mir kam der NaNo dazwischen, und ich werde auch nicht mit den Figuren warm.
Als Nexus eingeführt wird (haha), folgen zwei kurze Szenen voller Sex/ Porn aufeinander sodass ich zuerst dachte, Nexus wäre nur ein Spielzeug für Erwachsene und ich im falschen Genre gelandet. Aber die Story entwickelt sich, die Möglichkeiten, die sich mit Nexus entwickeln sind grotesk – ich hätte sie aber trotzdem gern. Zumindest würde Nexus sicherlich die Kommunikation zwischen mir und meiner besseren Hälfte erleichtern.

Bittersweet Discipline von Mia Kingsley

Wie war das: Ich bin gespannt auf ihre neuen Bücher, weil ich dachte, dass sie sich weiterentwickelt hat? Weit gefehlt! Keine Ahnung, was da los war, aber die Geschichte hatte weder Prickeln, noch Logik oder war überhaupt glaubwürdig. Ich gehe zwar nicht davon aus, dass Frau Kingsley ihre anderen Geschichten über Monate hinweg geschrieben hat, aber so einen Schnellschuss (no pun intended) – nee, das war ein Schuss in den Ofen. Es mögen zwar nur 99 Seiten gewesen sein, aber ein bisschen mehr Substanz hätte ich dann doch erwartet.

Strange Memories: Verhängnisvolle Entscheidung von Mia B. Meyers

Ich bin ja so ein bisschen skeptisch, was diese ganze Milliardärs-Erotik angeht, auch wenn ich sie lese. Strange Memories hat mich bisher aber kalt erwischt und überrascht: Die weibliche Hauptfigur ist weder gertenschlank, noch die Jungfrau, die durch Sex erlöst werden muss. Auch ihr LI fällt zwar immer noch den Kategorien herrisch und dunkel & geheimnisvoll zu, steht aber auch nicht auf Hungerhaken und entwickelt an der Prota mehr Interesse als sie einfach nur flachzulegen. Davon abgesehen, dass die Prota eine herrliche Erzählstimme hat. Aber vor allem reiht sich bisher nicht logik-los Sex-Szene an Sex-Szene. Ich bin gespannt wie es weitergeht, die Messlatte hängt jedenfalls sehr hoch.

Revival von Stephen King

Die Onleihe ist Schuld! xD Aber vor allem liegt Revival gerade als Paperback auf den Tischen, sodass ich nicht widerstehen konnte. Bisher ist nicht viel passiert, aber ich lass mich überraschen wie Herr King das noch deixeln will. Der Priester scheint mir jedenfalls eine sehr interessante Figur zu sein, weil ich glaube, dass er schon ein bisschen zwischen seinen technischen Spielereien und dem Glauben schwankt.

Aus dem Off, Neuzugänge

Oh je, mal schauen, ob ich alle zusammen bekomme. Zwei Monate sind eine lange Zeit, und ich leide immer noch an ein bisschen NaNo-Alzheimer und muss erstmal ins Hier und Jetzt zurückfinden. Außerdem fahre ich immer noch die Politik der „Kaufe wenig Bücher, du hast genug!“ – durch E-Books, aber auch die Onleihe, wird diese aber regelmäig aufgeweicht. Ups.

Just My Type von Simon Garfield

Hand Lettering als Schlagwort greift im Hobbybereich mittlerweile um sich – was ich ganz wunderbar finde, weil Zierschriften von Hand einfach cool sind. Just my Type ist allerdings schon einiges älter (in dieser Ausgabe von 2011) und beschäftigt sich mit der Entwicklung von Fonts, deren Geschichte eng mit denen von PCs verbunden ist. Bereits im ersten Kapitel sehr erhellend und vom Humor her gut zu lesen.

Handgeschriebene Schriften Franz Endreß

Das ist nur eine kleine Sammlung von Zierschriften, die ich mir zugelegt habe, um eben mein eigenes Repertoire zu erweitern.

Liebe auf Gansett Island von Marie Force

Keine Ahnung, warum Amazon ausgerechnet mir ein E-Book schenken will, aber warum sollte ich nicht zugreifen. Zumal es eine liebe Mitzirklerin übersetzt hat, und da es ja jetzt lange und früh dunkel ist, ist so ein bisschen Schnulz, um die Stimmung zu heben, auch nicht verkehrt.

Die Partitur der Gewalt von Romy Wolf

Eigentlich stand es nicht auf meiner aktuellen Besorgungsliste, da der Verlag allerdings aufgelöst wurde, habe ich mir noch schnell ein E-Book gesichert.

Strange Memories: Verhängnisvolle Entscheidung von Mia B. Meyers

Okay, ja, Asche über mein Haupt, ich bin auf den Amazon-Algoritmus hereingefallen und nach den zahlreichen Rezensionen, habe ich der Sache doch mal eine Chance gegeben, und wurde nicht enttäuscht. Warum die Autorin die Geschichte für 99cent heraus wirft, bleibt mir bisher noch ein Rätsel.

Bittersweet Discipline von Mia Kingsley

Nach Scars & Scarlett habe ich mir doch mal einen Ruck gegeben und zum (damals) neuesten Werk gegriffen.

Verstecktes Herz von Thomas Dellenbusch

Gab es wieder kostenfrei bei Amazon, ich weiß gar nicht mehr warum. Ist zwar nicht unbedingt mein Beuteschema (60er Jahre, bayrisches Dorf), aber warum soll man sich nicht einmal überraschen lassen und über den eigenen Tellerrand hinaus schauen?

Und aus der Onleihe gab es diesmal:

Gruselkabinett 32 – Jagd der Vampire (Teil 1 von 2)
Gruselkabinett 44 – Berge des Wahnsinns (Teil 1 von 2)
Gruselkabinett 45 – Berge des Wahnsinns (Teil 2 von 2)
Gruselkabinett 43 – Das Haus des Richters
Stephen King: Revival, Mr. Mercedes, Finderlohn

Aus dem Off, Lesechallenge

Diesen Monat ist es mal wieder recht still geworden, weil ich zu sehr mit dem NaNoWriMo beschäftigt war, oder sagen wir es so, dass ich beschäftigt war, ihm aus dem Weg zu gehen. Darüber habe ich dann auch völlig das Bloggen vergessen. Mea Culpa.
Weniger erfreulich entwickelte sich auch meine selbstgestellte Challenge, in diesem Jahr 60 Bücher zu lesen. Ohnehin ist das ganze Jahr irgendwie für’n Poppes gewesen, da verwundert es auch nicht, dass ich kaum zum Lesen gekommen bin und mich mit viel Kurzem und auch vielen Hörbüchern durchs Jahr schlängelte. Insgesamt habe ich dann in diesem Monat beschlossen, mein Soll auf 40 Bücher zurück zu schrauben. Das ist immer noch viel, wenn man bedenkt, dass man als Vielleser ab zehn Büchern im Jahr gilt, aber gut schaffbar. Mir bleibt jedenfalls noch ein Monat, um elf Bücher zu lesen. (Also ironischerweise das, was manche in einem Jahr lesen.) Und so ein Spaziergang wird das am Ende auch nicht, schließlich ist ja auch Weihnachten und Neujahr. Bleiben mir also eigentlich nur drei Wochen. Irks. Genug Bücher auf dem SuB habe ich jedenfalls, um ihn frohen Mutes halbieren zu wollen. Vor allem nachdem sich dank Onleihe Stephen-King-Romane auf meinem Handy stapeln. Ich überlege tatsächlich, mir sogar noch einen Tolino zu kaufen, weil Lesen auf dem Handy im Bett unbequem ist, und weil die Tolino-App einfach keine schöne Hintergrundfarbe hat. #firstworldproblemsolé

Aus dem Off, Currently Reading Galore

Hoppala, schon wieder eine Woche herum – und dieses Mal habe ich endlich Hayes Alles für ein bisschen Ruhm beendet. Ich bin mir noch nicht sicher, was ich von der Geschichte halten soll. Vermutlich werde ich noch ein bisschen recherchieren, warum sich der Verlag gedacht hat, nach so vielen Jahren ausgerechnet das zu veröffentlichen. (Es hat schlicht weder den Charme von The Great Gatsby noch ist es sonderlich aufschlussreich oder die Story sonderlich spannend.)

Wieder angefangen habe ich anschließend Der fünfte Elefant von Terry Pratchett, das ich damals für Herr aller Dinge von Eschbach unterbrochen hatte. Hat zwar noch ein weiteres, und nicht minder enttäuschendes, Buch gedauert, und ich musste erstmal einiges querhören, um wieder rein zu kommen, dafür ist das Hörbuch jetzt umso mehr eine Belohnung; einfach, weil es mich eben nicht verärgern kann. Nicht mit diesem Autor und diesem Sprecher. Ich habe noch ungefähr fünf Stunden vergnügliches Hören vor mir, die werde ich sicher noch vor November schaffen. <3

Aus dem Off, Currently Reading Galore

Da ich für den NaNoWriMo plotte, komme ich mit Lesen nicht so recht voran. Allerdings habe ich es geschafft, mich endlich mal bei der Onleihe anzumelden. Entsprechend gibt es für diese Woche nur ein neues Buch, das ich angefangen habe. (Und das ich auch schnell beenden muss, die Frist ist bald wieder um. xD)

Alles für ein bisschen Ruhm von Alfred Hayes

Ich bin eher zufällig auf einem anderen Literaturblog drüber gestolpert (wenn ich noch wüsste, welcher das war). Es geht um einen Schriftsteller, das reichte, um mich neugierig zu machen. ;D Allerdings ist dieser Schriftsteller etwas komisch. Anstatt einer betrunken Frau, die ins Meer torkelt, zu helfen, amüsert er sich über sie und ist zugleich von seiner ganzen Situation gelangweilt. Später, als seine Ehe beschrieben wird, klingt das auch nicht sonderlich aufbauend, und bisher ist die Hauptfigur auch recht passiv.
Gut, ist eben kein Schmöker, war mir auch klar, entsprechend gebe ich dem Buch noch ein bisschen, um sich zu entwickeln. Allzu weit bin ich nicht. (Wie ich diese Art von Büchern einschätze, erwarte ich aber auch nicht zu viel.)

Aus dem Off, Neuzugänge

Letzten Monat habe ich mich doch arg zurück genommen und mir bei jeder Versuchung meinen rieisgen SuB/ SaB vorgestellt. Bei ein paar Büchern konnte ich trotzdem nicht widerstehen.

The Ghost von Robert Harris

Der Ghostwriter ist einer meiner liebsten Filme, und letztens habe ich mich beim Schauen gefragt wie wohl das Buch dazu geschrieben ist, und ob es vor allem mehr auf schriftstellerische Aspekte eingeht als der Film.

Die Marmortreppe von Robert C. Marley

Mir war nach einem viktorianischen Krimi, der nicht allzu lang ist, da kam mir die Kurzgeschichte zum Reinschnuppern gerade recht. Bisher liest sie sich ganz gut und hat tatsächlich etwas von Jane Marple, das mir gefällt.

Digital Freedom von Hung Pham und Matt Stone

Ich lese ein paar Marketing-Newsletter, was Selbstständigkeit und Internet anbelangt, und bei einem gab es dieses Buch die ersten Tage kostenfrei. Aus reiner Neugier konnte ich natürlich nicht Nein sagen. Mal schauen wie anwendbar die Sachen sind, da es sich um amerikanische Autoren handelt.

Ernest Hemingway on Writing

Ich dachte, dass im Buch einzelne Briefe abgedruckt wären, ähnlich wie in Mario Vargas Llosas Briefe an einen Schriftsteller (nur dass es sich bei Hemingway um echte Briefe handelt). Allerdings ist es mehr eine Zitatesammlung zu verschiedenen Themen, bei denen mir manchmal der Kontext fehlt. Ich habe bisher aber auch nur reingeblättert, vielleicht gibt es sich noch, wenn man alle Zitate zusammen betrachtet.

Meine Frau die Füchsin/ Der Mann im Zoo von David Garnett

Im Zirkel laufen schon die Bits heiß, da das NaNoWriMo-Unterforum eröffnet wurde und alle fleißig ihre Romane vorstellen. In einem Thread fiel dabei der Titel Meine Frau die Füchsin, was mich gleich neugierig gemacht hat. Also habe ich mir eine antiquarische Ausgabe besorgt, die älter als meine eigene Mutter ist. Leider müffelt das Buch nach abgestandenem Papier, was beim Lesen zum Glück nicht allzu sehr auffällt. Erst später ist mir natürlich eingefallen, warum ich es nicht auf Englisch geholt habe, aber gut, so schlimm wird die Übersetzung schon nicht sein. (Außerdem ist es ein Doppelband mit interessanten Covern.)

Aus dem Off, Currently Reading Galore

Schon ist wieder fast ein Monat rum, und ich bin nur wenig voran gekommen. Nachdem ich meinen SaB ordentlich eingedampft hatte, konnte ich nur in Minischritten diesen Monat an drei Büchern lesen, und sogar eins beenden, das ich noch gar nicht auf den SaB gepackt hatte.

Thaddeus und der Februar von Shane Jones

Ich bin auf Seite 49 und so langsam entfaltet sich eine Geschichte, auch wenn ich noch nicht weiß, was ich von ihr halten soll. Einerseits sind die knackig kurzen… Kapitel, Abschnitte, Berichte(?) schnell zu lesen, andererseits machen sie mir in ihren unterschiedlichen Stilen manchmal doch Probleme, und wenn ich mich nicht ganz vermache, bin ich bisher durch drei oder vier Perspektiven gerutscht und auch einen Erzähler gibt es dazwischen. Aber das müsste ich nochmals genauer auseinander nehmen.
Was mir hingegen sehr gefällt, auch wenn es zum Buch selbst nicht so viel beizutragen hat, ist das glitzernde Papier des eigentlichen Einbands, das mich an Schnee erinnert. Da ist es schon fast schade, dass das Büchlein mit einem (recht einfachen) Umschlag daher kommt.

Liminale Personae von Alessandra Reß

Ich hab’s endlich wieder gefunden und konnte weiterlesen. Die Hauptfigur ist mittlerweile aus der abgesperrten Stadt heraus gekommen und in einem Dorf angelangt, in dem die Menschen ohne Ummauerung leben. Einerseits mag ich den Ansatz immer noch, eine Welt nach der Apokalypse zu zeigen, andererseits gibt es manchmal so Kleinigkeiten, die mich stören. Beispielsweise wird die Hauptfigur, nachdem sie anfangs randaliert, von der Obrigkeit einkassiert und befragt, so weit so gut. Nur reden bei der Befragung die Interviewer mehr als die Hauptfigur und das manchmal so ungelenk, dass es mich an die Schurken bei James Bond erinnert, die ihren Evil Master Plan haarklein erklären. Das Büchlein ist recht schmal und ich weiß nicht, ob es nur so kurz hätte sein dürfen oder es von selbst entschied, so kurz auszufallen. Meiner Meinung nach wäre die Befragung jedenfalls eine Stelle gewesen, die man schöner hätte gestalten können, um dem vielen Infodump zu entgehen. Aber es ist ja noch nicht aller Tage Abend. Ich bin gespannt wie es jetzt in dem Dorf weitergeht.

Herr aller Dinge von Andreas Eschbach

Es fehlen vielleicht nur noch zwei Stunden und mich überkam längst das Gefühl, dass Herr Eschbach den zweiten Teil ab Charlottes Arktisreise zuerst geschrieben hat, dann aber festsellte, dass das Buch zu kurz geraten war, und dann einfach die Vorgeschichte dran gepappt hat. Wenn die Vorgeschichte nicht wäre, wäre die Geschichte gar nicht mal so übel, hätte zwar immer noch seltsame Hauptfiguren, die manchmal etwas nutzlos erscheinen und in Infodump verfallen, wäre aber um Längen kurzweiliger gewesen. Auf das Ende bin ich mittlerweile auch wieder mehr oder weniger gespannt. Ich hatte längst das Hirn ausgeschaltet, um mir da nun selbst was ausdenken zu können.

Scars & Scarlett von Mia Kingsley

Nachdem mich die letzten Tage eine Erkältung anheim gefallen hatte, blieb mir natürlich nichts anderes übrig, als unproduktiv zu sein. Zufälligerweise sah ich dann auf meinem E-Reader, dass ich Scars & Scarlett zwar angefangen hatte und nur bis zur Hälfte gekommen war. Also habe ich es natürlich zu Ende gelesen, zu so viel war ich noch fähig. 🙂
Im Vergleich mit den zwei Büchern von ihr, die ich schon gelesen habe (Sinister und Dark Pleasure), fällt Scars & Scarlett sehr weit ab. Spannung ist nicht vorhanden, viele Szenen sind so logisch wie die Frage „Warum liegt hier Stroh?“ und das schlimmste ist, dass der Sex immer wieder gleich ist. Es gibt keine Steigerungen in den Praktiken, auch wenn manche Konstellationen nett sind, und die Frauen kommen mindestens immer dreimal, aber vor allem kommen sie immer (bis auf eine Sklavin-Nebenfigur, wenn ich mich recht entsinne). Da nutzt sich die Bezeichnung Höhepunkt ein bisschen ab.
Teilweise konnte ich Scarlett auch nicht von ihrer Schwester unterscheiden, sowohl in der Charakterzeichnung als auch in der Wortwahl. Aber auch die Brüder waren nicht unbedingt voneinander zu unterscheiden. Bei einem Stil, der durch alle Perspektiven hinweg konstant bleib, nicht verwunderlich.
Und jetzt das große ABER: Es ist der erste Roman von Mia Kingsley, oder zumindest der erste, den sie veröffentlicht hat. Zwischen ihm und Sinister liegen sieben weitere und ihre Entwicklung ist deutlich spürbar. Als nächstes werde ich daher wohl eher zu ihrem Neuling greifen (Lust & Agony), und bin gespannt wie sehr sie sich seit Sinister entwickelt hat.