Aus dem Off, Geplauder

10+1 Fakten über mein Lesen

Bei tthinkttwice stieß ich auf einen süßen Blogartikel, dem ich mich ebenso gern anschließen würde. Also kramte ich in meinen Hirnwindungen und zerrte tatsächlich ein paar lustige Fakten zu mir und meinem Lesen ans Tageslicht.

1. Mit Bibliotheksbüchern konnte ich mich nie so recht anfreunden. Als Kind lieh ich mir dann und wann mal ein Buch, beendete es aber so gut wie nie und brachte es auch immer zu spät zurück. Während des Studiums besserte sich das mit dem Zurückbringen, aber gelesen habe ich die Bücher trotzdem nicht. Lieber saß ich in der Bibliothek und grub mich vor Ort durch die Literatur.

2. Wenn es um Fach- und Sachliteratur geht, kaufe ich lieber gebrauchte Bücher über das ZVAB; Belletristik kaufe ich hingegen lieber neuwertig, es sei denn, sie ist vergriffen. Da suche ich mir dann auch eine bestimmte Ausgabe heraus, weil mir beispielsweise das Cover so gut gefällt, und bin dann enttäuscht, wenn ich eine andere Ausgabe bekomme.

3. Klassiker kaufe ich lieber als Hamburger Lesehefte. Reclam nur, wenn es erstere nicht gibt.

4. Ich habe viele verschiedene Lesezeichen aus Pappe, Metall oder als heraustrennbare aus Zeitschriften. (Als ich noch Zeitschriften gelesen habe.) Als ich The Diviners las, hielt ich es für eine gute Idee, eine alte Reichsbanknote als Lesezeichen zu verwenden. Die Idee gefiel mir so gut, dass ich mir noch weitere Geldscheine kaufte. Da ich die „richtigen Lesezeichen“ aber doch nur immer verlege, nehme ich am Ende doch Postkarten oder Kassenbons. (Was auch ziemlich lustig ist, wenn ich einen fünf Jahre alten Bon finde und immer noch lesen kann, was ich damals gekauft hatte.)

5. Als E-Books aufkamen, schwor ich Stein und Bein darauf, dass ich dem Papierbuch treu bleiben würde. Das E-Ink des ersten Kindle fand ich total schrecklich. Tja, fast zehn Jahre später hat sich das Blatt gewendet. 2014 kaufte ich mir das erste Smartphone und war hin und weg, darauf zu lesen. 2015 folgte schließlich ein Kindle Paperwhite und ich mag ihn gar nicht mehr missen. Lesen im Bett ist sooo viel bequemer seither. (Vor allem auch für meine bessere Hälfte …)

6. Ich liebe StoryBundle und HumbleBundle, gerade für Sachbücher.

7. Auch nach Jahren kann ich mich noch daran erinnern, ob ich ein Buch gelesen habe, ob es mir gefiel (oder wie sehr es mich ärgerte) und was die Handlung war. Manche Einzelheiten vergesse auch ich, aber der große Zusammenhang bleibt immer bestehen. Leider speichert mein Hirn die Informationen nicht zusammen ab, so kann es schon mal vorkommen, dass mich aktuelle Lektüren an vergangene erinnern, ich aber nicht immer auf Teufel komm raus sagen kann wie das Buch hieß, oder gar der Autor. (Aber auch allgemein habe ich ein sehr schlechtes Namensgedächtnis.)

8. Ich lese am liebsten vor dem Einschlafen oder im Sommer auf dem Balkon, weil ich da die meiste Ruhe finde. Früher konnte ich vor dem TV lesen, mittlerweile nicht mehr. Wenn viele Menschen viel Lärm um mich machen und ich dennoch lesen will, lese ich meistens Sachbücher, da kann ich mich leichter konzentrieren. Unterwegs lese ich kaum noch, weil ich selten lange genug unterwegs bin, dass sich das lohnen würde, das Buch oder den Kindle auszupacken.

9. Ich hasse es, wenn Buchrücken geknickt sind. Oder noch schlimmer, wenn ich im Buchladen sehe wie andere Kunden die Bücher so weit aufknicken, dass der Rücken eigentlich schon brechen müsste. Ich würde dann am liebsten hinlaufen und deren Handy verknicken (oder ihnen das Buch über den Kopf ziehen). Aber im Sinne meiner (nichtexistenten) Polizeiakte und für das allgemeine Wohl lasse ich das. Ich verleih auch ungern Bücher, gerade an meine Mutter, weil sie gern die Taschenbücher durchdrückt, und wenn ich es tue, sage ich immer ausdrücklich, dass ich das Buch gern so zurück hätte wie ich es hergebe.
Bonus: Obwohl es so zerknickt war, habe ich mir damals trotzdem Das Haus auf den Klippen gekauft, weil sein zerlesenes Aussehen super zum Inhalt des Buches passt. Ich liebe es deswegen immer noch sehr.

10. Als Kind bin ich quasi mit Bibi-Blocksberg-Hörspielen aufgewachsen und auch meine drei Kasseten zu Preusslers Die kleine Hexe lieb(t)e ich abgöttisch. Heute höre ich immer noch lieber Hörspiele als Hörbücher. Bei letzterem fällt es mir oft schwer, konzentriert zu bleiben und nur wenige Sprecher schaffen es, mich bei der Stange zu halten, weil sie bspw. ihre Stimmen gekonnt und vielfältig verstellen können und auch sonst nicht monoton lesen. (Mein liebster Vorleser ist David Nathan, aber auch Boris Aljinovic gefällt mir sehr.)
Bonus: Mein längstes Hörbuch war Anna Karenina mit 37 Stunden. Ich habe mehr als einen Monat daran jeden Morgen auf dem Weg zur Schule (während der Ausbildung) gehört.

10+1. Sobald ich mir ein Buch kaufe, kann ich es kaum abwarten, mit Lesen zu beginnen. Leider kaufe ich mir sehr viele Bücher und so ist mein Stapel angefangener Bücher sehr hoch. Wenn ich dann allerdings weiter lesen möchte, habe ich dank meines Gedächtnisses kein Problem, wieder einzusteigen und muss somit nicht nochmal alles neu lesen. 🙂 Trotzdem beende ich eher selten ein Buch, meine aktuelle Quote liegt bei 45%; oder ich kaufe auch einfach nicht nur sehr viele, sondern viel zu viele Bücher… wird wohl beides sein. 😀

Natürlich fallen mir noch ein paar andere Dinge ein, aber die Liste soll sich ja auf zehn Punkte beschränken. 0:-) Was ist mit euch, was sind so eure Macken beim oder ums Lesen?